Tag 6 - Jedes Böhnchen...

Eigentlich ist es ja eher kontraproduktiv, wenn man abnehmen möchte, Lebensmittel zu wählen, die erstmal dicker machen - aber das ist ja nur temporär und nur chemischen (??) Reaktionen zu verdanken. Heute hatte ich nachmittag einen richtigen Hungerast, ich war spazieren und etwas einkaufen für die nächsten Tage und habe wohl zu wenig zu mir genommen. Früh gab es wieder ein Sandwich, da ich so satt war bin ich erstmal losgegangen, war wohl ein Fehler. So gab es nachmittags erstmal einen Shake und abends eine ordentliche Portion Bohnen in Tomaten-Basilikum-Soße:


Andreas hatte sich vorgestern (? - das zweite Fragezeichen heute, schlägt das vegane Essen gar auf den Kopf?) dasselbe in Potsdam gezaubert, das sah auch sehr ähnlich aus, aber er war eher freestyle unterwegs und hatte noch Linsen dazugetan (quasi dann die extended-Knaller-Version des Gerichts):

Das wars eigentlich schon für heute, wobei, nein, ich habe mir im Rossmann (diese Woche gibts da 20% auf alle Tees und alle Bioprodukte! - ha, ein Ausrufezeichen) Chai von Yogi Tea gekauft, das muss man 15 Minuten kochen lassen (ich gebe zu, das habe ich vorher nicht auf der Packung gelesen, aber man kann sich ja in der heutigen Zeit auch mal entschleunigen, nicht wahr...) und dann süßen und mit Milch aufgießen. Für mich gabs stattdessen Hafermilch, ich find die ja wirklich mittlererweile lecker. So sah das Ganze dann leicht überblitzt aus:
Fazit heute also: mehr essen, regelmäßiger essen, sonst wirds kritisch. Morgen abend gibts daher auch mal Kohlehydrate, ich Sünderin. Ja, ich lass es krachen! (ok, der war schlecht... na, dann bis morgen!)

Tag 5 - Saftladen!

Tag 5 ist angebrochen bzw. fast vorbei sogar schon, ich bin immernoch satt und zufrieden, sehr satt sogar. Ich habe alle 3 Mahlzeiten gegessen und noch einen tollen Shake mit Orangensaft, Apfel und Ingwer - leider zuviel Ingwer, das gab dann ein kleines Feuerwerk im Hals. Aua. Irgendwie hat sich seitdem auch Husten eingestellt. Zum Frühstück gabs wieder einen Firestarter, diesmal mit Kiwi und gefrorenen Beeren:
                                                                 

 Zum Mittagessen habe ich mir dann wieder das Fast-Life-Sandwich gemacht, da ich ja über einen quasi nie enden wollenden Brötchenvorrat verfüge. Diesmal mit Räuchertofu:


Zum Abendbrot war ich dann eigentlich noch gar nicht wirklich hungrig, dennoch habe ich den/das (?) Brokkoholic zubereitet, d.h. Brokkoli mit Zitronen-Mandelcreme:

Kopfschmerzen gabs heute auch wieder keine mehr, ich fühl mich auch recht elanvoll (zwar immernoch krank, aber dennoch) und durch das Matcha im Shake früh auch wach. Alles gut also soweit. Auf zum Tag 6!

Tag 4 - Pasta, Pasta!

Tatsächlich ist heute schon Tag 4 der Challenge, kaum zu glauben, die Zeit fliegt und ich kann es kaum erwarten, die nächste Mahlzeit zuzubereiten - NICHT aus Hunger, sondern aus Spaß an der Freude, weil es schmeckt, weil es guttut... Es ist ein ganz anderes Kochen als bisher und wir mussten viel neu anschaffen, vieles liegt draußen weil in den Schubfächern kein Platz mehr ist, aber das stört (noch) nicht. Wichtiger ist das große Ziel.
Heute (wie sollte es anders sein) war ich schon wieder beim Arzt und hatte kein Frühstück, weil dafür keine Zeit mehr blieb. Ich war erst mittags zuhause und hatte dann doch Hunger, aber nicht so wie sonst, kurz vor dem Umkippen und mit dem Drang, eine kleine Auswahl aus dem Kühlschrank direkt in den Mund zu stopfen.
Da es dann doch schnell gehen sollte, gab es heute den "Firestarter", quasi ein Frühstücksdrink aus Hafermilch und diversen, netten sättigenden Zutaten wie Haferflocken, Nüssen, Amaranthpop (das Zeug ist die Offenbarung, tut euch das mal in den Joghurt!) und Leinsamen sowie einer Banane. Dazu einen halben Teelöffel Matchapulver, macht mich wach ohne im Bett zu stehen nachts (und das sag ich, die nach dem Genuss einer Tasse Tee drogenähnliche Zustände erreicht).
Hielt auch 4 Stunden satt, danach ging ich an meinen Brötchenvorrat und zauberte das "Fast-Life-Sandwich", aber abgewandelt, da der Hunger dann doch noch nicht so groß war (nur mit Avocado und Tomaten, als Aufstrich statt Mandelmus vegane Butter):



Da ich vor um 7 essen muss, aber (mal wieder, jaja, ihr könnts sicher nicht mehr hören) kaum Hunger hatte, machte ich mir nur die Hälfte der Portion fürs Abendbrot.
Es gab Zucchinispaghetti, zubereitet mit meinem neuen Spaghettischneider, eine Offenbarung, in einer Minute waren die Dinger gedreht und es ging sehr leicht von der Hand:


Auch der Abfall kann sich sehen lassen, das Ding schnitzt sehr sparsam, finde ich:


Und hier das fast italienisch anmutende Endergebnis:


"Pastasoße" war übrigens eine Avocado-Basilikumcreme mit Zitrone und Chili. Nach der Challenge gibts das bestimmt auch mal zu richtigen Nudeln. Demnächst probier ich dann unbedingt noch die 4 oder 5 anderen Pastavarianten aus dem Buch aus....

Ihr seht, ich bin immernoch dabei, immer mehr begeistert und heute bisher auch kopfschmerzfrei!


Tag 3 - Ei ei!

Ei ist das Motto des Tages. Ach du dickes Ei dachte sich wohl schon heute morgen der Doc beim Betrachten meiner Mandeln. Es gab ein Antibiotikum und somit wurde mir auch die Arbeit diese Woche ver-ei-telt. Nein, ich habe keinen Clown gefrühstückt, nämlich gar nix, Essen gabs erst nach Arztbesuch und veganem Wocheneinkauf UND backen der Challengerbrötchen, wobei irgendwas schiefgegangen sein muss. Statt 8 Brötchen erhielt ich 6 kleine Naanbrote oder so - aber sehr lecker sind sie trotzdem und ich bin erstmal für Kohlehydratcraving gerüstet:


Das vegane Ei bestand dann letztendlich aus weichem Soja, Nussmus und etwas Curcuma, Salz und Pfeffer und ich muss sagen, dass es seeeehr nahe an Rührei herankam. Vielleicht kehrt sich aber auch alles um, wenn ich nach der Erkältung wieder mehr schmecke. Bisher finde ich aber alles super und leide (bis auf gestern abend) kaum Hunger. Man muss nur drauf achten, wirklich regelmäßig zu essen.


Ich denke, mehr Bilder gibts heute nicht mehr, später gibts noch einen Shake und noch später (aber nicht ZU spät, nach 19 Uhr ist ja immer Schicht im Futterschacht) die Reste der Linsen von gestern. Für den Ärztemarathon morgen früh werde ich mir einen weiteren der Flachmänner mit Avocado belegt mitnehmen. Und mal auf die Suche nach einem Klick-Becher für die Mitnahme von Shakes gehen.

Entzugserscheinungen habe ich heute keine mehr, Andreas hat immernoch Kopfschmerzen. Und wohl großen Hunger im Zug gehabt, also auch für ihn ein Klickbecher zum mitnehmen. 

Tag 2 - auf Entzug

Wir sind nun immerhin schon bei Tag 2 der veganen Challenge angekommen - und haben auch schon die ersten Entzugserscheinungen zu vermelden. Weißmehl und vor allem Kaffee und Zucker sind wohl süchtigmachender, als man so denkt. Wobei, gedacht habe ich mir das schon, auch dass der "Entzug" nach wochenlangem Schokoladencraving (dem immer nachgegeben wurde) hart wird.... gestern abend jedenfalls ereilte uns beide krasser Kopfschmerz, seit dem nachmittag/mittag schon, der dann später richtig schlimm wurde, Andreas konnte kaum schlafen. Heute gings dann bei ihm auch weiter mit den Schmerzen. Nach einer google-Recherche litten wohl viele in den ersten Tagen der Challenge darunter. Langsam wird es aber nun besser. Durch meine Erkältung hatte ich auch heute kaum Appetit/Hunger, was sich dann kurz vor dem Abendbrot als doof herausstellte, denn plötzlich ereilte mich doch ein großes Hungerloch.

Was gab es also nun heute?

Zum Frühstück haben wir Apfel-Zimt-Hirsecreme gekocht (gut, außer Zimt, den haben wir wohl bei Freunden stehenlassen, als wir da Glühwein gekocht haben, gell...).. aber dennoch war es sehr lecker und hat lange satt gemacht. Es war natürlich viel mehr als auf dem Foto, ich bin wohl noch nicht Blogger genug, um direkt die Kamera zu zücken, so war fast alles schon aufgegessen.


Da das Frühstück sehr spät war, gab es quasi kein Mittagessen, nur zwischendurch wieder einen Shake mit Obst, Hafermilch und Matcha:


Und dann brav vor 19 Uhr das Abendessen, sehnsüchtig erwartet: Gemüselinsen mit Limetten-Sonnenblumenkern-Pesto, zubereitet im neuen Topf (Weihnachtsgeschenk meiner Eltern; teures Teil von Woll, aber grandios):


Auch wieder echt lecker und sättigend, haben gleich eine doppelte Portion gekocht, dass es für uns beide noch für morgen reicht. Langsam brauche ich aber Kohlehydrate, man merkt doch, dass es etwas an der Kraft zehrt, nun gut, bin ja auch noch krank, aber trotzdem... morgen backe ich daher die Brötchen und mache dazu das Tofu-Ei. Und eine zusätzliche Mahlzeit muss auch her, also quasi ein Mittagessen, das haben wir ja nun immer ausgelassen, wie sonst auch am Wochenende, aber bei der Challenge ist das eher verheerend, weil hungertreibend. Doch erstmal gehts morgen zum Arzt, die Erkältung ist zu arg und ich echt kaputt. Wenn ich krankgeschrieben werde, hab ich also noch mehr Zeit, mich mit der Challenge tagsüber zu beschäftigen... mist, dabei wollte ich eigentlich mit Sport anfangen.
Aber nächste Woche ist ja immer noch früh genug.

Vegan Challenge - Tag 1

Heute war es also soweit. Der erste Tag ohne tierische Produkte, ohne Weißmehl, Zucker und Alkohol. Kathi ist krank und daher ist der Appetit/Hunger nicht besonders groß, was jetzt grad am Anfang der Challenge sicher nicht schlecht ist. Schon gestern abend haben wir ein veganes Gericht aus dem "Vegan for fit" gekocht, und zwar das Backofengemüse mit Tofu-Cubes und Artischocken-Joghurt-Dip. Tofu-Cubes sind einfach nur gewürfelte Tofustückchen. Es war sehr lecker und auch sättigend, die Portionen sind ordentlich bemessen.

Heute gab es zum Frühstück dann Alnatura-Frühstücksbrei mit Nüssen, Amaranth, Agavendicksaft, Leinsamen und Bananen, später einen Shake mit Möhren, Kiwi, Orangen, Bananen und Matchapulver. Zum Abend dann das Gericht "Red Rocket": Geröstete Paprika mit Kürbis-Linsen-Füllung auf Cashew-Safran-Schaum:

Mengenmäßig haben wir etwas mehr gemacht, damit Andreas auch satt wird, er muss ja beileibe nicht abnehmen. Durch Erkältung reichte es Kathi auch völlig aus, mal schauen ob das auch so bleibt. Der Cashewschaum ist großartig, fast wie eine Käsesoße, hätte man nie gedacht dass das so schmeckt. Einige Rezepte, die wir noch kochen werden, nutzen Cashewmus zum überbacken statt Käse, das ist echt ein guter Ersatz.

Auf zum Tag 2!!

No more Bockwurst...

... oder auch: da sind wir wieder. Hat ja nur anderthalb Jahre gedauert. Statt Erklärungen und Entschuldigungen steigen wir lieber gleich ein, denn unser kleiner Blog wird die nächsten 30 Tage eine ganz neue Richtung bekommen: wir machen die 30 Tage Vegan-Challenge von Attila Hildmann.
Kathi möchte hauptsächlich abspecken und entgiften, denn vor allem die letzte Zeit vor der Dissabgabe war geprägt von Junkfood und Schokolade. Schnell mal eine Bratwurst auf dem Weg von der Arbeit nach Hause auf dem Weihnachtsmarkt als Vorspeise und zuhause dann eine Tafel Schoki als Hauptgericht. So kann das nicht weitergehen. Wir werden hier berichten, wie es uns dabei ergeht - die Challenge beinhaltet auch, dass man 30 Tage kein Weißmehl, kein Zucker und kein Alkohol zu sich nimmt. Also eine wirkliche Challenge.

Einen Tag vor Silvester bekamen wir Besuch von einer Freundin und nahmen das zum Anlass, das erste Mal vegan zu kochen, ein traditionelles Gericht: Ragout fin. Wir haben dafür das Rezept von der lieben Franzi vom Gemüseregal übernommen:

http://www.gemueseregal.de/rezepte/ragout-fin-vegan-kindheitsessen/comment-page-1/#comment-3174


Und so sah das Ganze dann aus:


Man muss ehrlich gestehen, dass es fast wie das Original schmeckt. Danke an Franzi für ein tolles Rezept!