Ragout - gut! Sehr gut!

Was kann man sich denn bei dem Wetter Schöneres vorstellen, als aus der Kälte heimzukommen, rote Wangen, kalte Hände - und dann den Duft einer tollen warmen Suppe in die Nase bekommen? Und die dich auch noch so lecker anschaut? Und das tut sie wirklich! Mit tiefen schwarzen Augen.

Schon als ich das neue lecker-Heft aufschlug (ich hab das Abo noch eine Weile, auch wenn da nicht viel Veganes dabei ist - ca. 2 Rezepte pro Heft), war klar, dass das nachgekocht werden muss. Und nun wird es sich vermutlich zum neuen Lieblings-Winter-Essen entwickeln, so toll ist es. Ich mag ja Suppen, die viel Einlage haben, bei denen ich auch etwas zu kauen habe. So ist das bei diesem Ragout. Es sättigt, hat interessante Aromen und alles passt einfach perfekt zusammen.

Irgendwie komisch, dass sich das Rezept frei verfügbar auf der lecker.de Homepage wiederfindet. Allerdings leicht abgewandelt. In meiner Variante ist kein Gelbwurz drin, dafür wird der Saft einer Orange sowie etwas Orangenschale mitgekocht und schwarze Augenbohnen verwendet. Naja, das Ergebnis zählt und das kann sich sehen lassen:


Hier gibt es das frei verfügbare Rezept von lecker: http://www.lecker.de/rezept/2304789/Dinkel-Tomaten-Ragout-mit-Gelbwurz-weissen-Bohnen-und-Shii-Take-Pilzen.html

Schönen Winterabend euch allen!

Der Letzte im Januar

Ohje, nur ein Post im Januar (bzw. jetzt zwei), und das, obwohl ich mir so fest vorgenommen habe, ganz oft etwas Neues einzustellen. Und eine neue Kamera zu kaufen, damit alles etwas ansprechender aussieht. Und lernen damit umzugehen, natürlich.
Naja, wenigstens das mit der Kamera hat geklappt, der Rest nicht oder nur leidlich. Immerhin ist dann übernächste Woche der Fotokurs angesagt.

Der Stress hatte uns mal wieder mehr als im Griff. Im Zangengriff, sozusagen. Es war klar, dass der Januar nochmal heftig wird, aber Steigerungen sind ja immer möglich. So kam jetzt auch noch eine Magen-Darm-Sache dazu, die mich eine Woche ausknockte und die ich dann blöderweise auch noch dem Liebsten vererbt habe. So hätte es außer Zwieback, Tee und Kohletabletten nichts weiter zu knipsen gegeben.
Die erste feste, leckere, halbwegs gewürzte Mahlzeit waren dann jetzt die guten alten Kartoffelecken. Die habe ich heute mal ganz fix im Tageslicht auf dem Balkon fotografiert, mit Winterjacke an. Was die Nachbarn da gedacht haben, kann man nur ahnen. Sicher nichts Gutes. Jedenfalls muss ich noch einiges lernen, aber Spaß macht es sehr. Als es mir letzte Woche halbwegs besser ging, habe ich mir auch die Kamera geschnappt und bin raus in den Park, das war sehr entspannend. Hallo, neues Hobby!
Und hallo, Kartoffelecken:


Und hier noch etwas zum Quietschen: mein erstes Eichhörnchen, das ich vor die Linse bekommen habe und das, bestochen mit Leckereien, auch mal stillhielt:


So, dann wünsche ich euch ein schönes Wochenende und einen guten Start in den Februar!


Frohes Neues und so weiter...

wünschen wir euch natürlich noch allen! Etwas verspätet, aber wir waren bis gestern noch in Breslau über Silvester im Urlaub. Nach dem vergangenen Jahr, das nun wirklich arg anstrengend war für uns beide, haben wir Silvester mal richtig schön gefeiert. Es ging in einen tollen Kellerclub mit Wodka, Sekt und Tanzen - genau das Richtige. Demnächst folgt noch ein kleiner Reisebericht über Breslau - das kann aber noch etwas dauern, denn - ihr ahnt es - der Stress ist bereits wieder auf dem Vormarsch. Im Januar wird es besonders heftig und dann ist erstmal etwas Ruhe, bevor es im März/April wieder losgeht. Aber irgendwie muss das Geld für die Reisen und alles andere ja auch verdient werden. Und für die geplanten Anschaffungen dieses Jahr: ein Hochleistungsmixer und ein Dörrgerät sollen es werden. Auch sonst wird sich sicher in diesem Jahr wieder viel bewegen und ändern. Nur eines nicht: vegan bleiben wir auf jeden Fall. Ein ganzes Jahr haben wir schon hinter uns und es kommt mir viel länger vor. Es tut gut und fühlt sich einfach richtig an.
Zum Start ins neue Jahr gibt es nach dem ganzen Keksgenuss und sonstigen Süßigkeiten bei uns einen großartigen gesunden Auflauf, den wir nun schon zum zweiten Mal gemacht haben und den es sicher noch ganz oft geben wird. Erst recht, nachdem wir so viele Kartoffel eingekellert haben. Diese ergeben zusammen mit Grünkohl und Kichererbsen sowie einer Cashewsoße ein tolles Geschmackserlebnis. Nachdem es für ihn in die 200 Grad - Sauna ging, sah er dann so aus:


Hier könnt ihr euch das Rezept anschauen: http://mangerella.blogspot.de/2014/10/nachgekocht-herzhafte-grunkohl.html

Macht euch noch einen schönen restlichen Sonntagabend und startet morgen gut ins neue Arbeitsjahr, falls ihr das nicht sogar schon seid!

Frohes "V"est!

Nun ist es doch wieder Mitternacht geworden, bis ich euch zeigen kann, was es bei uns so zu speisen gab an den Feiertagen. Wir feiern ja immer am 23.12. abends schon ein kleines Weihnachten nur für uns mit Bescherung, da wir am 24. dann getrennt bei unseren Familien sind, so war es zumindest bisher und auch dieses Jahr wieder.
Als Weihnachtsessen hatten wir uns für den 23. vegane Rouladen mit selbstgemachtem Rotkraut und Thüringer grünen Klößen ausgesucht. Ich war skeptisch, ob die Rouladen an frühere kulinarische Genüsse heranreichen können und auch die anstrengende Präparation der Sojasteaks hat erstmal nicht zu einem positiveren Gefühl beigetragen. Letztendlich waren sie aber sehr lecker und der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Wir haben sie nach diesem Rezept gemacht: http://jeromeeckmeier.blogspot.de/2012/05/vegane-rouladen-omas-rouladen.html und ich habe mir vorher auch noch das dazugehörige Video angeschaut. Von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, die Sojasteaks zwischen zwei Brettern auszupressen. War aber ein toller Tipp und hat funktioniert.
So sahen die Hübschen aus, als sie aus dem Ofen kamen und dann schließlich auf dem Teller landeten:


So sah es dann heute Mittag aus, da gab es die Rouladen nochmal und ich habe dazu noch Pilz-Serviettenknödel nach diesem Rezept hier gemacht (nur ohne Ei, das geht nämlich auch sehr gut): http://www.biomarkt.de/7566_Pilz_Serviettenknoedel_mit_Rahm_Rosenkohl_und_Tomatenstreifen.html

Und weil Weihnachten ist und ich großzügig mit Rezepten nur so um mich schmeiße, hier noch ein letztes, nämlich das vom 24. abends. Da gibts bei uns traditionell Kartoffelsalat und Würstchen. Geht beides nicht mehr für mich, zumindest nicht auf die althergebrachte Art. Also gab es vegane Würstchen (Wheatys Weiße - meine absoluten Favoriten) und süßem Senf und Kartoffelsalat mit selbstgemachter Mayo nach diesem Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/2549851399206340/Kartoffelsalat-mit-veganem-Mayo-Dressing.html ebenfalls sehr zu empfehlen. Und so sah es aus:


Etwas gibt es noch, eine Nachspeise, die aber so toll war, dass sie einen eigenen Post verdient hat. Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag! Lasst es euch gutgehen.

Auf die Plätzchen, fertig...

... backen! Pünktlich in der letzten halben Stunde von Heiligabend (eher hat man ja keine Zeit an diesem Tag) möchte ich euch noch die Ergebnisse unseres letzten Backmarathons im Rahmen des traditionellen weihnachtlichen Treffens mit Freunden zeigen. Aufgrund eines kleinen Berechnungsfehlers mit der Teigmenge hatte ich dann auf einmal 2 kg Vanillekipferlteig zu verarbeiten. Aber ich finde das nicht schlimm, beim Plätzchenbacken ist der Weg das Ziel, finde ich - ich könnte da stundenlang sitzen und Teig verarbeiten. Irgendwann tut einem dann aber doch der Rücken weh, dann reicht es und dann steht endlich das Probieren und Naschen auf dem Plan. Und vorher fotografieren:



Wir haben Spekulatius, Fingerprints mit Marmelade, Kipferl und Lebkuchenkekse gebacken - alle vegan, alle superlecker. Meinem Vati hab ich heute gar nicht gesagt, dass das alles vegan ist und er hat sich über alles hergemacht.

Und damit ihr auch in den Genuss kommen könnt, hier einzelne Rezepte zum Nachbacken:

Fingerprints:
http://schrotundkorn.de/rezepte/lesen/fingerprint-cookies-sandk-12-2014-.html

Vanillekipferl:
http://miaseverydaystories.blogspot.de/2009/11/advent-advent.html

Spekulatius (das Ei ersetzt durch je 1 EL Sojamehl und Wasser):
https://cookingsue.wordpress.com/2012/11/19/tchibo-spekulatius-form-und-test/

Frohes Backen, Naschen und schöne Feiertage! Morgen zeige ich euch dann unser veganes Weihnachtsessen.



Sojabohnen rot, grün, gelb

Es gibt ja so eine "Ernährungsregel", dass auf einem Teller immer etwas Rotes, Grünes und Gelbes sein sollte - und dann diese Diskussion mit Kindern, ob da auch Ketchup zählt und Pommes, hihi. Jedenfalls habe ich die Regel heute Mittag mal eingehalten und eine ganz toll schmeckende Pfanne gezaubert (schon gestern Abend, vorkochen hat sich jetzt schon sehr lange bewährt). Immerhin muss ich ja irgendwie die Unmengen an getrockneten Sojabohnen verarbeiten, die aus den missglückten Tempeh-Versuchen noch übrig sind.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:


Es ist schnell gemacht (wenn man von der Kochzeit der Bohnen absieht) und daher perfekt als Vorkochgericht geeignet.
Hier gibts das Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/1109171216990839/Sojabohnen-rot-gelb-gruen.html

Und nun euch allen ein schönes viertes Adventswochenende!

Falsches Huhn

Sooooo da bin ich/sind wir endlich wieder. Mal wieder sind lange, stressige Tage vergangen, doch diesmal wars wirklich besonders bescheiden. Einige habens ja mitbekommen, sonst hier nochmal die Zusammenfassung: kleiner Kletterunfall --> linker Fuß kaputt --> zusätzlich Magen-Darm --> schnell zur Toilette ist nich. Heute geht es mir dann endlich wieder besser, ich kann wieder was Normales essen außer Brei und Zwieback und ich kann auch wieder herumstapfen. Sieht zwar etwas aus wie ein Roboter, aber ich kann wieder beide Füße nutzen und muss nicht mehr auf dem rechten hüpfen.

Zur Feier des Tages haben wir weihnachtlich dekoriert und einen Baum aufgestellt - aufstellen mussten wir nicht viel, denn Andreas hat ihn praktischerweise so groß ausgewählt, dass er von selbst im Raum klemmt. Nein, Scherz beseite, etwas kürzen mussten wir ihn aber und er dominiert etwas das Wohnzimmer. Aber da wir letztes Jahr keinen hatten, dann dieses Jahr eben doppelt so doll.

Und ein kleines Festessen gabs auch, aus der neuen Vegan Sonderausgabe des Veggie Magazins: Rotes Thai Curry "Chicken". Dazu haben wir das Tofu Chicken Masala von Lord of Tofu genommen. Das ist echt eine Offenbarung, wieso haben wir das erst jetzt entdeckt? Schmeckt großartig. Und so sah es aus:


Rezept haben wir etwas verändert und zwar so:

1 Zucchini
2 rote Paprika
200g Zuckerschoten
2 Frühlingszwiebeln
2 kleine Pak Choi
1 Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
1 Packung Tofu Chicken Masala
1-2 EL rote Currypaste (wir nehmen immer die von Alnatura)
200 ml Gemüsebrühe
1 Dose Kokosmilch
1-2 EL Limettensaft
1-2 EL Sojasoße
etwas Salz
2 EL Öl
 zum Garnieren frischer Koriander (hat es nicht mit aufs Bild geschafft)

Zucchini halbieren und in Scheiben schneiden, Paprika in Streifen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Stiele des Pak Choi in kleine Stücke schneiden, die Blätter groß zerzupfen. Ingwer reiben, Knoblauch fein hacken.
Öl im Wok oder in einer großen Pfanne heiß werden lassen, Ingwer und Knoblauch kurz anschwitzen. Dann Currypaste ca. 2 Minuten mitbraten, mit Kokosmilch und Brühe ablöschen, aufkochen lassen. Gemüse dazu (bis auf die Pak Choi Blätter), 3 Minuten kochen, dann das Chicken dazu und noch ca. 5 Minuten köcheln, so dass das Gemüse knackig bleibt. Zum Schluss die Blätter unterrühren und mit Sojasoße, Limettensaft und Salz würzen.
Dazu Basmatireis.

Ich wünsch euch allen ein feines drittes Adventswochenende!